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Verkehrssicherheit

Vortrag bei der Arbeiterwohlfahrt in Trostberg - auch im Alter sicher auf der Straße!

Auf Einladung der Arbeiterwohlfahrt Ortsverband Trostberg hielt der Vorsitzende der Traunsteiner Verkehrswacht Johann Bohnert am 03.03.20 einen Vortrag über richtiges Verhalten im Straßenverkehr speziell für Senioren.
Einleitend erzählte der ehemalige Leiter der Polizeistation Traunreut, dass die ältere Generation im Straßenverkehr besonders gefährdet sind. Vor allem wenn sie als Fußgänger unterwegs sind, lauern viele Gefahren. Grundsätzlich sollte man als Fußgänger immer Querungshilfen benutzen. Dennoch muß man trotz Ampel oder Fußgängerüberweg immer auf den Verkehr achten.

Auch beim Radfahren gebe es in zunehmenden Alter Probleme.
Oftmals fällt es einem schwer, sich nach hinten umzudrehen oder die Anstrengung beim Treten führt dazu, dass man nicht mehr richtig auf den Verkehr achtet.
Aus seiner eigenen Erfahrung wußte allerdings Bohnert, der immerhin 40 Jahre als Polizist tätig war, dass Radfahrer, egal welchen Alters immer leichtsinniger werden und oft die Verkehrsregeln nicht beachten. Vermehrt tauchen auch Probleme mit den E-Bikes auf. Die meisten unterschätzen das enorme Leistungspotential dieser elektrisch unterstützten Räder.
Auf alle Fälle sind ein passender Helm, ein tiefer Einstieg beim Rad und breite Reifen wichtige Voraussetzungen für sicheres
Radfahren im Alter. Man sollte auch keine Gegenstände an den Lenker hängen, denn das kann zu schweren Stürzen führen.

Auch Autofahren in höheren Alter birgt besondere Gefahren.
Das Risiko steigt vor allem ab 80 Jahre enorm an und ist der Risikogruppe der 18 bis 24-jährigen gleichzusetzen. Häufigste Unfallursache bei älteren Mitmenschen ist Fehlverhalten beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren. Es gibt aber auch immer wieder Unfälle durch Missachtung der Vorfahrtsregelung.
Im Alter werden die Reaktionszeiten naturgemäß länger und neue Regeln im Straßenverkehr sind nicht immer geläufig
Trotzdem könnten und sollten ältere Menschen auf das Autofahren nicht verzichten, wenn sie besondere Ratschläge beachteten: So sollte man verkehrsreiche Stoßzeiten vermeiden und auch bei widrigen Witterungsverhältnissen oder bei Dunkelheit ist es besser, wenn man nicht fährt. Wichtig ist auch, dass man sich im Auto nicht unter Druck setzen lässt und immer die Ruhe bewahrt.
Allerdings gilt es auch Warnzeichen zu beachten: Wenn man des öfteren Verkehrszeichen übersieht oder wenn sich die Unfälle häufen oder wenn man gar das eigene Auto nicht mehr findet, dann ist es Zeit, sich mit seinem Arzt und den Angehörigen zu beratschlagen, ob es nicht Möglichkeiten gibt, dass man auch ohne eigenes Auto mobil ist.

Bohnert schloss den Vortrag mit dem Hinweis, dass die heutige Seniorengeneration die Möglichkeit hat viel für die eigene körperliche und geistige Fitness zu tun und dadurch auch viel länger mobil bleibt.

Die 24 Besucher im AWO-Stüberl im Alter von 60 bis 84 Jahren zeigten reges Interesse an dem Vortrag und stellten eifrig Fragen.
Besonders das Thema Radfahren sorgte für rege Diskussionen. So gab es auf die neue Regelung in der StVO, wo Kraftfahrer zu Radfahrern innerorts 1,50 Meter und außerorts 2 Meter Abstand halten müssen einige Wortmeldungen. So meinte einer der Zuhörer, dass diese Regelung vollkommen praxisfremd sei, weil Autofahrer auf schmalen Straßen nicht überholen könnten.
Aber auch auf das Verhalten undisziplinierter Radfahrer, die sich rücksichtslos im Straßenverkehr verhielten gab es Beiträge.

Zu guter letzt bedankten sich die AWO-Mitglieder für den Vortrag und es gab noch einen kräftigen Applaus für den Referenten.

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